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Die Erwartungen wurden übertroffen

Ein Gespräch über die Motorsport-Veranstaltungen des ADAC Sachsen 2015

ADAC Sachsen2014 wurden von den 45 Ortsclubs des ADAC Sachsen e. V. über 250 Veranstaltungen, wohlgemerkt ehrenamtlich, organisiert und durchgeführt. Hinzu kamen weitere Highlights, bei denen die Sportabteilung direkt Regie führte bzw. unmittelbar beteiligt war. 2015 stellen sich die Mitglieder und Mitarbeiter des sächsischen ADAC wieder diesen Herausforderungen.
Genau deshalb unterhielten wir uns mit Klaus Klötzner (Vorstand für Sport), Michael Sachse (Abteilungsleiter) und Dr. Lutz Oeser (Eventmanager) über Vergangenes und Zukünftiges.

kloetzner sachse oeser

2014 gab es mit der ADAC Sachsenring Classic eine Premiere auf der traditionsreichen Strecke in Hohenstein-Ernstthal. Welches Resümee zieht Ihr bei einem Blick in den Rückspiegel?
Die Erwartungen an die Veranstaltung wurde übertroffen, gemeinsam mit vielen Fachleuten und Insidern wurden die Klassen konzipiert und diese trafen auf ein riesiges Echo bei den Fans und Aktiven. Mit der Vorbereitung der zweiten Auflage öffnen sich an vielen Stellen die Türen für erfolgreiche Gespräche. Man sieht aber auch wie groß der Faktor Wetter für den finanziellen Erfolg der Veranstaltungen, und das gilt auch für Konzerte und andere Angebote, ist.

Vom 19. – 21. Juni findet die ADAC Sachsenring Classic 2015 erneut statt. Welche Modifizierungen bzw. Veränderungen gibt es innerhalb der Automobil- und Motorradklassen gegenüber dem Vorjahr?
Peter MückeIn den Motorradklassen gibt es ein Wiedersehen mit dem 2. Pro Superbike Revival und dem MZ RE Sonderlauf. Das absolute Highlight wird der Lauf der Motorsportlegenden der 50er-/60er- und 70er-/80er-Jahre. Hier findet sich eine Vielzahl von Startern und Motorrädern, die zuletzt bei der Cenntennial in Assen zu bestaunen waren. Für die Organisation gilt unser herzlicher Dank Ferry Brouwer, ohne dessen aktives Wirken die unglaubliche Starterliste nicht zustande kommen würde. Bei den Automobilen freuen wir uns besonders auf die Deutsche Rennsportmeisterschaft (DRM) mit den faszinierende Tourenwagen der 70er. Die Fahrzeuge prägten das Bild von hochklassigen Rennen bis hin zur damaligen Europameisterschaft. Die Rückkehr von Peter Mücke auf dem restaurierten Ford Capri ist dabei besonders erwähnenswert.


Ehemals bekannte und erfolgreiche Piloten gelten als Zugpferde bei derartigen Events. Welche dieser Rennfahrer werden in den Starterlisten zu finden sein?
Jochen SchmidHauptaugenmerk liegt hierbei auf den Klassen der Motorsportlegenden. Vor Ort sein werden hier u.a. der vierfache Motorradweltmeister Hugh Anderson, der dreifache Weltmeister und achtfache Vizeweltmeister Eugenio Lazzarini, der dreifache Weltmeister Luigi Taveri aus der Schweiz, der Doppelweltmeister Jan de Vries, der zweifache Weltmeister Dieter Braun, der zweifache Vizeweltmeister Ralf Waldmann und viele andere Grand Prix Sieger. Insgesamt gehen allein in diesen beiden Klassen Starter aus 17 verschiedenen Nationen an den Start. Die weiteste Anreise haben hierbei Hugh Anderson aus Neuseeland sowie der Australier Kel Carruthers (Weltmeister 1968 und zweifacher Vizeweltmeister 1970), welcher aus Kalifornien anreist.
Ebenso werden im Starterfeld der Pro Superbike und MZ RE Klasse wieder viele bekannte Grand-Prix-Teilnehmer, deutsche Meister und DDR-Meister an den Start gehen.


Am 1. Januar 2015 fand in Riesa erstmals die FIM Superenduro Worldchampionship statt. Daniel und Tobias Auerswald fungierten als nationaler Veranstalter, aber die Sportabteilung des ADAC Sachsen gehörte genau wie der Riesaer Ortsclub ebenfalls zum Team der Organisation. Wie lautet das Fazit? Wird es 2016 erneut eine Hallen-En-duro-Weltmeisterschaft in Riesa geben?
Hochachtung vor den beiden Auerswald Brüdern, die das Potenzial einer Super Enduro WM für Deutschland erschlossen haben. Wir als ADAC Sachsen sind stolz, unseren Teil zur erfolgreichen Organisation der Gesamtveranstaltung beigetragen zu haben.
Über die Fortsetzung laufen Gespräche und die Entscheidung liegt bei der Auerswald Eventmanufaktur.

Bleiben wir bei den Veranstaltungen der Ortsclubs des sächsischen ADAC. Darunter sind natürlich auch international ausgeschriebene Events mit hochkarätigen Prädikaten. Wann, wo und in welchen Disziplinen finden die Höhepunkte statt?
Highlights in der OberlausitzIn Sachsen finden in der Saison nahezu jedes Wochenende interessante Veranstaltungen statt. Neben den traditionellen Enduroläufen in Dahlen (März) und Zschopau (Oktober) ist die ADAC MX Masters in Jauer erstmals im Mai. Auf der Motoccross-Strecke in Lugau gibt es eine Premiere mit einen EM-Lauf in der 65er/85er-Klasse. Der Oberlausitzer Bergland veranstaltet wieder im Juni einen FIA Autocross-Lauf. Aber auch die vielen Clubsportveranstaltungen oder das Motorbootrennen im August in Kriebstein lohnen sich zu besuchen.

Vom 28. bis 30. August 2015 steht das ADAC GT Masters auf dem Sachsenring im Terminkalender. Welche Inhalte macht die zu recht genannte Liga der Supersportwagen für die Zuschauer so interessant?
gt masters 2015Die Serie hat im Zuschauerinteresse in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugelegt, was wir auch am Sachsenring an den Zuschauerzahlen spüren. Mit dem Wechsel in der Liveübertragung zu Sport 1 wird die TV Berichterstattung weiter forciert.
Die Rahmenklasse Porsche Carrera hat uns im Jahr 2014 sehr viel Aufmerksamkeit gebracht, für dieses Jahr stehen die Rahmenklassen noch nicht fest und werden schnellstmöglich bekanntgegeben. Im Paket der GT Masters fährt die neue Formel 4 , die die ADAC Formel Masters als Nachwuchsserieersetzt. Das Feld der GT Masters wird durch weitere Fabrikate, z.B. Bentley aufgewertet.

Viele Fans sowie Leser und Inserenten dieser Zeitschrift stellen uns oft die Frage, warum auf dem Sachsenring die Tourenwagen der DTM und die SUPERBIKE*IDM nicht mehr ausgetragen werden? Welche Ursachen gibt es dafür?
Die DTM wäre neben anderen Rennserien eine Option, es gibt aber keine konkrete Anfrage. Mit der internationalen Ausrichtung der Serie sind nicht alle deutschen Rennstrecken auch gleichzeitig DTM-Austragungsorte. Bei der IDM fehlt die Finanzierbarkeit auf dem Sachsenring, da sowohl Nenngelder als auch Zuschauereinnahmen massive Rückgänge aufweisen. Mit Ausnahme von Schleiz ist auch die Fanbasis an den anderen Rennstrecken sehr überschaubar. Wir beobachten die Entwicklung sehr genau und warten auf die weiteren Konzepte insbesondere des nationalen Motorsportverbandes.

Absolutes Highlight im sächsischen Motorsportgeschehen ist selbstverständlich der Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring. Der ADAC Sachsen ist dabei erneut mit der sportlichen Durchführung beauftragt. Welche verantwortungsvollen Aufgaben sind damit verbunden. Wie lauten die Schnittpunkte mit der gesamtveranstaltenden SRM GmbH?
Innerhalb der letzten Jahre ist die Zusammenarbeit mit der SRM GmbH auf eine konstruktive Basis gestellt worden. Alle sportlichen Abläufe auf der Strecke obliegen dem ADAC Sachsen, der diese Aufgabe mit dem AMC Sachsenring und anderen beteiligten Ortsclubspartnerschaftlich durchführt. Des Weiteren werden für die Veranstaltung drei Motorsporttage zur Durchführung zur Verfügung gestellt und viele Grundstücke und Logistikbereiche in die Veranstaltung
eingebracht. Im vierten Jahr der Veranstalterkonstellation werden viele Dinge gemeinsam besprochen und umgesetzt, deshalb freut uns auch das Bekenntnis,
den GP langfristig im Freistaat halten zu wollen.

Bleiben wir beim Thema Sachsenring. Am 26. Mai 1927 fand das „1. Badberg-Vierecks-Rennen“ zwischen Chemnitz und Zwickau statt. Anders ausgedrückt, in zwei Jahren feiert die Strecke den 90. Geburtstag, der 26. Mai fällt 2017 auf einen Freitag. Das wäre doch ein passender Auftakt für ein emotionales Jubiläums-Wochenende ...
MotorsportlegendenIm Rahmen der Sachsenring Classic Veranstaltung wird dieses Ereignis die entsprechende Würdigung erfahren. Ob die Jubiläumsfeier bei der Terminplanung auf genau dieses Wochenende fallen kann wissen wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht.

Vielen Dank für das Gespräch und die damit verbundenen informativen Ausführungen.

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